Unfall - was tun?

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Die wichtigsten Schritte nach einem Unfall

Warnweste anziehen: Dadurch wird man von anderen

Verkehrsteilnehmern früher und besser wahrgenommen.


Unfallstelle absichern: Der Nachfolgeverkehr muss durch

das Pannendreieck rechtzeitig vorgewarnt werden.


Wageninsassen in Sicherheit bringen: Speziell auf Autobahnen

und Schnellstraßen müssen die Insassen raus aus dem

Wagen und auf den Grünbereich in Sicherheit gebracht

werden.


Erste Hilfe leisten: Wenn jemand bei dem Unfall zu Schaden

gekommen ist, muss Erste Hilfe geleistet werden.


Fahrzeuge in Unfallposition belassen, so eine massive

Verkehrsbehinderung auszuschließen ist. Wenn das der Fall

ist, muss nach dem Crash die  Unfallstelle sofort geräumt

werden, um Serienunfälle oder lange Staus zu vermeiden.


Beweismittel sichern: Das heißt auch Zeugen nach ihren

Personaldaten  zu fragen oder Unfallfotos, Unfallskizzen

und dergleichen sofort anfertigen.


Europäischen Unfallbericht ausfüllen.


Rettung und Exekutive verständigen: Bei Unfällen mit

Personenschaden müssen Rettung unter 144 und Exekutive

unter 133 verständigt werden. Exekutivbeamte sind auch von

Nöten, wenn der Austausch von Daten nicht möglich ist.




Die häufigsten Fehler, die Verkehrsteilnehmern bei einem Unfall  unterlaufen und mit Sicherheit zu Problemen bei der Schadenregulierung führen:


  1. 1.Das Kennzeichen des Unfallgegners wird nicht oder

unvollständig notiert.


2.Mangelhafte oder fehlende Angaben zur

Haftpflichtversicherung des Unfallgegners.


3.Bei Sachbeschädigungen ohne Fremdbeteiligung:

Keine unverzügliche Meldung an die Polizei (Flurschäden,

Parkschäden) ist Fahrerflucht!

4.Fehlende oder mangelhafte Angaben über Zeugen (Namen,

Adressen, Telefonnummern).

5.Bei Teilverschulden: Keine oder mangelhafte Unfall- und

Schadensmeldung an die eigene Haftpflichtversicherung.

Das kann dazu führen, dass die Versicherung für Recherchen

zusätzliche Kosten in Rechnung stellt.


Bis zu 2.180 Euro Strafe bei Nicht-Meldung eines Unfalls mit Verletzten


Meldepflicht bereits bei kleinen Verletzungen

Wer der Meldepflicht nach einem Unfall mit Personenschaden nicht nachkommt, muss tief ins Geldbörsel greifen. "Der Strafrahmen bewegt sich zwischen 36 und 2.180 Euro", sagt ÖAMTC-Juristin Verena Hirtler. Die Behörde muss bereits bei kleinen Verletzungen wie Prellungen oder Hautabschürfungen verständigt werden. Schon die Vermutung, dass jemand verletzt sein könnte, reicht aus. Alle am Unfall beteiligten Personen müssen Erste Hilfe leisten und die nächste Polizeidienststelle verständigen - auch Fußgänger, Radfahrer oder Mopedfahrer sind meldepflichtig, wenn sie am Unfall in irgendeiner Weise beteiligt waren. Das ist z.B. auch der Fall, wenn ein Fußgänger die Straße vorschriftsmäßig überquert, ein Autofahrer ausweicht und sich dabei verletzt.

Unfall muss sofort gemeldet werden

In der Regel ist ein Aufschub der Meldung lediglich in Ausnahmefälle wie bei Erster Hilfeleistung erlaubt. Andernfalls kann schon ein Zuwarten von nur 30 Minuten eine Strafe nach sich ziehen. Erfährt ein Fahrzeuglenker erst im nachhinein, dass der Unfallgegner verletzt worden ist, muss er die Behörden ebenfalls sofort benachrichtigen.

Zeugen müssen Hilfe leisten und die Herbeiholung von Hilfe ermöglichen

Nicht direkt beteiligte Personen, wie Zeugen eines Unfalls, trifft nur eine Hilfeleistungspflicht. Außerdem müssen sie das Herbeiholen von Hilfe ermöglichen, indem sie z.B. ihr Handy herborgen. Die Strafe, wenn ein Zeuge weder Hilfe leistet, noch für fremde Hilfe sorgt oder das Rufen der Rettung nicht ermöglicht, beträgt bis zu 726 Euro. Zeugen haben aber keine Verpflichtung, den Unfall der Polizei zu melden.

Deshalb ist wegen eines Verstoßes gegen die Meldepflicht auch keine Strafe möglich.

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